Warum drehen sich Räder im Film rückwärts?
Wir alle haben es schonmal beobachtet. Wenn im Kino oder im Fernsehen sich ein Auto bewegt scheint es oft widersprüchlich; Das Auto bewegt sich vorwärts seine Räder scheinen aber rückwärts zu laufen. Physiker nennen das Stroboskopeffekt, die Filmemacher “Wagenradeffekt”.
Die Ursache liegt in der Filmtechnik selbst. Ein Film nutzt die Trägheit des Auges. Die Lichtsinneszellen der Netzhaut können nicht mehr als 20 Bilder pro Sekunde getrennt verarbeiten. Das Gehirn verarbeitet dann die Bilder und beschließt das die Unterschiede zwischen den erfassten Bildern eine Bewegung sein muss. Um sich das vor Augen zu führen, erinnert euch mal an die guten alten Daumenkinos.
Ein Kinofilm wird in der Regel mit 24 Vollbildern pro Sekunde aufgenommen. Wenn sich die Räder jetzt genau so schnell drehen, das der Film immer dann ein Bild aufnimmt, wenn die Speichen an der selben Stelle sind wie zuvor…..ja genau dann sieht es so aus als ob das Rad still steht. Stellt euch mal folgendes vor: Wir haben ein Rad mit exakt 12 Speichen. Jede Speiche liegt auf den Positionen wie im Zifferblatts einer Uhr. Wenn die Bewegung also genau so schnell ist, das die Speiche von der Ziffer eins auf die Ziffer Zwei in genau 1/24 Sekunden springt, hat sich ja für das Auge nichts verändert. Die Folge: das Rad scheint still zu stehen!
Grundsätzlich nimmt das Gehirn immer an das es sich um die kleinstmögliche Veränderung im Bild handelt. Die Folge: Wenn die Speiche von 1 (Uhr) nach kurz vor 2 (Uhr) springt, denkt das Gehirn die Speiche sei von 1 zurück auf kurz vor eins gesprungen (was ja in Wirklichkeit die Speiche der 12 Uhr Stellung war). Und schon scheinen die Räder rückwärts zu laufen.


27-Aug-2010 








bitte schreib doch: “dass” !!!