Die richtige Matratze finden
Inzwischen weiß nahezu jeder, wie wichtig erholsamer Schlaf für Gesundheit und Allgemeinbefinden ist. Neben einem ruhigen, nicht zu warmen, gut belüfteten Schlafraum und einem guten Bett mit einem hochwertigen Lattenrost ist die Matratze die wichtigste Voraussetzung für einen guten Schlaf.
Einfache Schaumstoffmatten sind allenfalls für eine improvisierte Nacht bei Freunden geeignet, für den Alltagsgebrauch ist das Material ungeeignet, weil nicht atmungsaktiv, nicht stützend und nicht punktelastisch. Schaumstoffmatratzen mit einer oberen Schicht aus beispielsweise Kokosfasern erhöht die Atmungsaktivität und Festigkeit, ist jedoch kaum noch zeitgemäß. Federkernmatratzen, bei denen die Elastizität durch Metallfedern sicher gestellt wird, sind besonders für Personen geeignet, die nachts leicht schwitzen, denn diese Matratzenform ist besonders atmungsaktiv. Ein Nachteil dieser Matratzen ist ihre Neigung zu Geräuschen sowie das Fehlen von Punktelastizität. Verschiedene Oberschichten aus Kokos, Filz, Kamelhaar und ähnlichen Materialien macht diese Matratzen sehr indiviudell und kann zahlreiche schlafhygienische Vorteile bieten. Taschenfederkernmatratzen, bei denen die einzelnen Federn in eine wabenartige Struktur eingefügt sind, schneiden auf diesem Gebiet besser ab. Einige japanische Hersteller bieten auch eine Matratze auf der Grundlage von Metallgeweben an, die den Körper besonders gut stützen und belüften, dabei jedoch nicht zwischen verschiedenen Zonen unterscheiden.
Allgemein als ausgesprochen bequem empfunden werden Kaltschaummatratzen, die in den letzten Jahren immer größere Verbreitung gefunden haben. Je nach Körpergewicht des Schläfers sowie seinem nächtlichen Wärmebedürfnis kann eine unterschiedliche Aufteilung der möglichen Schlafzonen gewählt werden, die je nach zu stützender Körperregion fester oder weicher, stärker gerippt oder genoppt oder kleinteiliger strukturiert sein können. Drei Zonen sind das – eigentlich bereits nicht mehr akzeptable – Minimum, fünf oder sieben verschiedene Zonen ideal. Gerade diese Möglichkeit der passgenauen Strukturierung auf die zu stützende, gut zu belüftende Kopfzone, die weniger zu stützende Schulterpartie, die besonders schwere Hüftpartie und die weniger schwere Beinregion ist bei Kaltschaummatratzen ideal vorhanden. Die erhöhte Entflammbarkeit des Materials kann durch einen entsprechenden Überzug reduziert werden, so dass gegen diese Matratzen auch in Baby- und Kinderbetten nichts mehr spricht.
Um die passende Matratze zu finden, sind Körpergewicht, Größe, Schlafgewohnheiten und persönliche Vorlieben ausschlaggebend. Auch im Sonderangebot kann das richtige Modell leicht mehrere hundert Euro kosten. An der Matratze zu sparen, bewährt sich allerdings nicht – umso mehr gilt es, nicht unüberlegt das nächste Schnäppchen zu kaufen, sondern gut zu planen und wenn irgend möglich Probe zu liegen. Um die Lebensdauer einer Matratze zu verlängern – die aus hygienischen und Abnutzungsgründen bei maximal zehn Jahren liegt -, muss sie alle paar Monate gewendet werden, weil nur dies eine gute Durchlüftung, ein vollständiges Durchtrocknen (der Schläfer schwitzt jede Nacht mehrere Hundert Milliliter Schweiß aus) und eine gleichmäßige Abnutzung ermöglicht. An den Matratzenkanten angebrachte Schlaufen erleichtern diese Mühe erheblich.



19-Jul-2009 






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Ich bin gerade auf der Suche nach einer vernünftigen Matratze. Vielen Dank für diese Tipps – sehr hilfreich. Die Beratung in den ganzen Läden lässt auch leider sehr zu wünschen übrig :(
Matratzenkauf ist echt anstrengend. Aber ich kann Euch sagen, es lohnt sich auf jeden Fall dafür ein paar Euro auszugeben. Denn sind wir mal ehrlich: Wo verbringt man mehr Zeit als im Bett?